Konzept

Unser pädagogisches Arbeiten gründet auf dem Konzept der
kindzentrierten Kindergartenarbeit. Und das bedeutet im einzelnen:

1. Leitgedanken

Unser Kindergarten ist für die Kinder ein sicherer und vertrauter Ort, von dem aus sie schrittweise ihre Welt erobern können.
Wir schaffen den Kindern eine Atmosphäre, in der sie sich wohl fühlen, Selbstvertrauen und Mut entwickeln. Außerdem geben wir ihnen Freiräume, in denen sie selbsttätig, spielerisch und lustvoll ihre Fähigkeiten erproben und Phantasie und Kreativität entfalten.
Durch immer wiederkehrende Rituale im Tagesablauf und Grenzen, die wir setzen, geben wir den Kindern, Halt und Orientierung.
Wir bauen zu jedem Kind eine liebevolle und einfühlsame Beziehung auf, nehmen es als einzigartige Persönlichkeit wahr und gehen auf seine Bedürfnisse ein.
Die Kinder wachsen zu einer Gemeinschaft und erleben sich als Teil davon.
Wir wecken die Neugierde der Kinder auf Gott und die Welt. Dies geschieht im Tagesablauf durch die Vermittlung von Lieder, Gebeten und Geschichten, damit der christliche Glaube auf diese Weise für die Kinder greifbar und verständlich wird.
Unser Kindergarten ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation zwischen Eltern, Erzieherinnen und Gemeinde.

 

2. Grundsätze

- Entwicklungspädagogik
Es gibt kindliche Lebensphasen –die Säuglingszeit, das Kleinkindalter- die festlegen, wie ein Kind die Welt aufnimmt, was es von sich selbst und der Umgebung versteht, wonach sein Herz sich sehnt, und was es interessiert.
Unsere Pädagogik ist in ihren Zielen, Inhalten und Methoden an den Entwicklungsbedürfnissen in der jeweiligen Entwicklungsphase ausgerichtet.


- Ganzheitlichkeit
Denken, Fühlen und Handeln bilden einen unmittelbaren Zusammenhang.
Die große Welt kommt in den Kopf des kleinen Kindes, aber gleichzeitig verhält es sich gefühlsmäßig in Liebe und Angst gleichermaßen- zu ihr, und es kann nicht „denken“ ohne zugleich durch sein Tun und Spielen nach außen zu bringen, was den Kopf bewegt.
Die kindliche Entwicklungsförderung von Kopf, Herz und Hand, von Körper, Geist und Seele bestimmt wesentlich unser pädagogisches Arbeiten, damit das Kind seine Persönlichkeit entfalten kann.


- Spielförderung
Das Spiel ist die Haupttätigkeitsform der Kinder.
Deshalb bieten wir Materialien an, mit dessen Hilfe das Kind die Welt begreifen kann. Diese Spielwelt ist außerordentlich reichhaltig, aber nicht chaotisch und willkürlich.
Die Entwicklung des Kindes im Übungsspiel, Symbolspiel & Regelspiel hat in unserer Kindergartenpädagogik einen zentralen Stellenwert, was in der Förderung des kindlichen Spiels pädagogisch umgesetzt wird.


- Selbsttätigkeit
Die Entwicklung des Kindes ist aktiv, sie ist Aufbau der Persönlichkeit, der durch die Mühe und die eigene Erfahrung erreicht wird; sie ist die große Arbeit, die jedes Kind vollbringen muss, um sich selbst zu entwickeln.
Selbsttätigkeit bleibt nicht nur eine wesentliche Grunderfahrung unseres eigenen Lebens. Selbsttätigkeit erkennen wir im Wesen des Kindes als ein Urbedürfnis nach Tätigkeit. Wenngleich in der Projektarbeit die Bildungsinhalte im Mittelpunkt stehen, so achten wir in der Vermittlung von Kulturgütern (musikalische, literarische, ästhetische, naturwissenschaftliche, religiöse Inhalte) & Kulturtechniken (wie z.B. musisch-handwerkliche Fähigkeiten, rechnen) auf die selbsttätige Aneignung durch die Kinder.


- Freiheit & Grenzen
Freiheit im Kindergarten soll den Kindern die Möglichkeit geben, selbst Akteur ihrer Entwicklung zu sein. Dies erfährt es vor allem im frei bestimmten Spiel, aber auch bei der freien Wahl von Projekten und Angeboten, bei der Mitentscheidung des Kinder- & Morgentreffs.
Freiheit bedeutet für die Kinder, zu forschen und zu entdecken, selbständig auszuprobieren und dabei auch Fehler machen zu dürfen.

Durch Grenzen wollen wir den Kindern einen Rahmen geben, der ihnen Sicherheit vermittelt. Die Grenzen erfahren die Kinder als Regeln, die im Kindergarten gelten. Dieser sichere Rahmen gibt den Kindern Mut, ihre Freiheit auszuprobieren und schützt die anderen gleichzeitig vor Übergriffen. Durch Absprachen mit der Erzieherin werden die Regeln einsichtig und nachvollziehbar und verschafft ihnen ein Stück Unabhängigkeit von den Erzieherinnen und fördert die Entwicklung der Selbständigkeit der Kinder.